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Diätetische Behandlung
Natriumarme Ernährung Die Bedeutung einer natriumarmen Ernährung für Morbus Menière-Patienten ist bereits seit 1931
bekannt. Viele Patienten haben über das Auftreten von Schwindelanfällen nach dem Verzehr salzreicher Nahrung berichtet.
Gesundheitsbehörden empfehlen eine Aufnahme von 2.400 mg Natrium täglich. Die meisten Menschen konsumieren jedoch zwischen 3.000 und 4.000 mg pro Tag. Der Mensch kommt mit 240 mg Natrium pro Tag
aus. Hinsichtlich der zu empfehlenden täglichen Natriummenge sind sich die Experten nicht ganz
einig. Einige sprechen von 1.800 mg/Tag, andere von 1.500mg/Tag. Welche der beiden Zufuhrgrenzen auch gewählt
wird, der Patient muss sich für eine erfolgreiche Veränderung seiner Essgewohnheiten
informieren. Für zusätzliche Informationen und eine Liste zu
vermeidender, natriumreicher Nahrungsmittel, klicken Sie bitte hier.
Diuretika Diuretika verringern die Natrium- und Wassermenge im Körper. Die Ausscheidung von Salz und Wasser über den Urin verringert die Gesamt-Flüssigkeitsmenge im Körper und auch im Innenohr. Dieser Ansatz ist sinnvoll, denn bei Morbus Menière-Patienten befindet sich zuviel Flüssigkeit im Innenohr. Manche Menschen vertragen Diuretika jedoch nicht gut und bei anderen zeigen sie keine zufriedenstellende Wirkung.
Diuretika verursachen eine verstärkte Ausscheidung von Natrium, Chlorid, Kalium und anderen Chemikalien über den Urin. Diese Chemikalien werden Elektrolyte genannt, weil sie elektrisch geladen sind. Nebenwirkung dieser Natrium- und sonstigen Elektrolytausscheidung ist der passive Anstieg ausgeschiedenen Wassers. Diese Behandlung wird Diurese genannt.
Es gibt verschiedene Arten von Diuretika. Die bei Morbus Menière am häufigsten eingesetzte Art sind die Thiazid-Diuretika, welche auch das Hydrochlorthiazid beinhalten. Der Wirkstoff wird häufig mit einem anderen, kaliumerhaltenden Wirkstoff verwendet, dem Triamteren. Dyazidä ist wahrscheinlich das bei Morbus Menière am häufigsten verschriebene Kombinationspräparat seiner Art. Es ist sicher und wirksam und erfordert keine zusätzliche Kaliumeinnahme.
Dyazid besteht aus Triamteren (37,5 mg) und Hydrochlorthiazid (25 mg). Hydrochlorthiazid blockiert die Natriumchloridcarrier in der Henleschen Schleife, was zur vermehrten Ausscheidung von Natrium (Na+) und Chlorid (Cl-) und auch von Kalium und auf lange Sicht Magnesium (Mg2+) und Calcium (Ca2+) führt.
Triamteren blockiert die Natriumkanäle im distalen Tubulus und fördert damit die Ausscheidung von Na+ und Cl-, jedoch ohne Ausscheidung von K+. Die Behandlung von Morbus Menière stellt keine ursprüngliche Indikation des Präparates dar, diese ergab sich jedoch aus einer im Jahre 1986 durchgeführten europäischen Studie.
Flüssigkeitszufuhr Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für eine problemlose Nierenfunktion besonders wichtig. Ebenso wichtig kann sie für die Innenohrfunktion sein. Der Teil des Innenohrs, welcher die Endolymphe bildet (die Stria vascularis) enthält Zellen derselben Struktur und Funktion wie die der distalen Tubuli der Nieren. Viele Medikamente, welche die Nierenfunktion beeinflussen, können auch die Funktion der Stria vascularis beeinflussen. Eine ausreichende Wasserzufuhr kann somit ebenso wichtig für die Funktion der Stria sein wie für die Nieren.
Insbesondere Menschen, welche Diuretika einnehmen, sollten auf eine ausreichende Wasserzufuhr achten. Es muss genug Flüssigkeit im Körper vorhanden sein, um das überschüssige Salz aufgrund der Diuretikabehandlung auszuspülen. Diuretika können nicht wirken, wenn die Wassermenge im Körper zu gering ist. Fragen Sie Ihren Arzt, wieviel Flüssigkeit Ihr Körper während der Diuretikagabe benötigt.
Umgang mit Stress Wenn auch niemand der Ansicht ist, dass Stress die Ursache für das Entstehen von Morbus Menière ist, so sehen doch viele Patienten einen Zusammenhang zwischen stressbelasteten Phasen und dem Auftreten ihrer Symptome. Viele Patienten sind der Meinung, dass durch Stress beeinflusst wird, inwieweit wiederkehrenden Attacken vorgebeugt bzw. mit ihrem Ausbruch umgegangen werden kann. Die Ungewissheit, wann der nächste Schwindelanfall eintreten wird, ist selbst ein großer Stressfaktor. Aus diesen Gründen ist es für Morbus Menière-Patienten besonders wichtig, ihren Stress weitestgehend zu reduzieren. Professionelle Hilfe kann hierbei dienlich sein.
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