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Häufig gestellte Fragen
Warum hat Druck eine Auswirkung auf Morbus Menière? HNO-Ärzten ist die Bedeutung von Druckverhältnissen für die Funktion des Ohrs wohlbekannt. Bei Morbus Menière-Patienten befindet sich übermäßig viel Lymphflüssigkeit im lymphatischen System des Innenohrs, also im endolymphatischen System. Man geht davon aus, dass diese übermäßige Menge endolymphatischer Flüssigkeit die Krankheit und ihre Symptome auslöst.Forschungen haben ergeben, dass durch Anwendung von Luftdruck im Innenohr die Menge überschüssiger Endolymphe reduziert werden kann und es dadurch zu einer Linderung der Symptome kommt. Man nimmt an, dass diese Reduzierung der Flüssigkeitsmenge durch eine Kombination aus mechanischen und chemischen Prozessen ausgelöst wird.
Welcher Druck wird bei dieser Behandlung angewandt? Bei der Behandlung werden periodische Druckimpulse ins Ohr abgegeben, deren maximaler übertragener Druck bei 12 mbar liegt. Die Druckstärke entspricht dem Druck, welcher beim Schwimmen auf das Ohr einwirkt, wenn man den Kopf etwa 13 cm unter die Wasseroberfläche taucht.
Welche Studien und Erfahrungen liegen mit der lokalen Druckbehandlung bei Morbus Menière vor? Die lokale Überdruckbehandlung von Morbus Menière wurde über zwei Jahrzehnte hinweg dokumentiert. Die Dokumentation enthält auch die Daten placebo-kontrollierter Studien. Die vollständige Auflistung der medizinischen Dokumentation finden Sie unter
Wissenschaftliche Artikel.
Warum muss die Behandlung wiederholt durchgeführt werden? Da die endolymphatische Flüssigkeit kontinuierlich nachproduziert wird ist es nötig, die Behandlung in regelmäßigen Intervallen zu wiederholen. In der Regel empfehlen die Ärzte drei Behandlungszyklen pro Tag.
Warum ist es nötig, ein Paukenröhrchen ins Trommelfell zu setzen? Die Druckimpulse müssen vom Außen- ins Innenohr übertragen werden, um den gewünschten Effekt erzielen zu können. Ohne Paukenröhrchen würde das Trommelfell die Druckimpulse abfangen und verhindern, dass diese ins Mittelohr gelangen können.
Bleibt das Paukenröhrchen dauerhaft im Trommelfell? Nein. Das Paukenröhrchen bleibt so lange im Trommelfell, wie die Drucktherapie durchgeführt wird. Nach Entfernen des Paukenröhrchens heilt das Trommelfell vollständig aus. Bei Langzeit-Anwendung des Meniett-Gerätes empfehlen wir aus hygienischen Gründen den Austausch des Paukenröhrchens alle 6 Monate.
Funktioniert die Methode für alle Menière-Patienten? Wie hoch ist die Erfolgsquote der Druckimpulsbehandlung? Morbus Menière ist eine komplizierte Erkrankung mit vielen zu berücksichtigenden Faktoren. Die lokale Druckbehandlung hat sich als höchst wirksam bei der Behandlung der Drehschwindelsymptome erwiesen. Folglich sind die besten Ergebnisse der lokalen Druckbehandlung bei Patienten mit dem Hauptsymptom Drehschwindel zu erwarten. Eine placebo-kontrollierte Klinikstudie ergab eine vollständige oder teilweise Linderung der Schwindelsymptome bei durchschnittlich 70-80% der Patienten mit schwerwiegenden Symptomen (d.h. Patienten, welche bereits Kandidaten für einen zerstörenden Eingriff
waren).
Wann stellt sich ein
Behandlungserfolg ein? Bereits innerhalb der ersten zwei Wochen der Behandlung sollten Sie eine Verringerung der Intensität und Häufigkeit Ihrer Schwindelattacken spüren. Der Zeitraum hängt jedoch von Ihrem ganz persönlichen Krankheitsverlauf ab und dauert bei einigen Patienten länger, bei anderen kürzer. Trifft die Anwendung Ihres Gerätes gerade in eine Besserungsperiode, so ist es schwer zu beurteilen, in welchem Maße nun wirklich die Anwendung des Gerätes seine Wirkung zeigt. Um dies zu beurteilen ist normalerweise etwa ein Monat täglicher Anwendung nötig. Deshalb gibt es nach Kauf des Gerätes eine sechswöchige Rückgabemöglichkeit, in welcher Sie das Meniett-Gerät bei vollständiger Erstattung zurückgeben können, falls die gewünschte Wirkung bei Ihnen ausbleiben sollte.
Birgt die Behandlung irgendwelche Risiken? Zahlreiche Patienten wurden bereits mit dieser Methode behandelt. Keiner von ihnen berichtete über negative Effekte infolge der lokalen Überdruckbehandlung. Es soll jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass die Behandlung durch das erforderliche Einsetzen des Paukenröhrchens einen kleinen chirurgischen Eingriff beinhaltet, welcher allerdings für HNO-Operateure einen häufig durchgeführten Standardeingriff darstellt. Dennoch besteht durch Einsetzen des Paukenröhrchens immer ein kleines Infektionsrisiko für das Trommelfell. Ihr HNO-Arzt kann Sie hierzu genau informieren.
Wie sicher ist das Meniett-Gerät? Die Sicherheit der Behandlung wird durch das Drucksicherheitsventil, welches den an das Ohr abgegebenen Druck begrenzt, noch gefördert. Der maximale ins Ohr geleitete Druck beträgt 12 mbar, was dem beim Schwimmen auf das Ohr einwirkenden Druck entspricht, wenn der Kopf etwa 13 cm unter die Wasseroberfläche taucht. Natürliche Druckveränderungen im Innenohr, wie z.B. durch normales Niesen, sind um ein vielfaches stärker.Das Meniett-Gerät entspricht folgenden Sicherheitsstandards:
- Dem EN 60 601-1 Standard für medizinische Elektrogeräte in Europa und den EU-Anforderungen an medizinische Geräte, 93/42/EEC, Klasse
IIA.
- Den FDA-Zulassungsanforderungen in den Vereinigten Staaten.
Das Meniett-Gerät verfügt über folgende Merkmale:
- Sicherheitsvorrichtungen, welche die Behandlung überwachen
- Minimale Schallbelastung für eine angenehme
Behandlung
- Das Gerät verfügt über kein schädliches elektromagnetisches Feld.
Können alle Ärzte diese Behandlungsmethode verschreiben? Das Meniett-Gerät kann von allen Ärzten verschrieben werden, wird jedoch typischerweise vom behandelnden Otologen/Neurootologen verschrieben.
Sollten Sie hier nicht auf alle Ihre Fragen eine Antwort finden, so setzen Sie sich bitte mit uns in
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